Windows 8: Dateiversionsverlauf mit einer Testdatei prüfen

Ein eingeschalteter Dateiversionsverlauf beweist noch keine brauchbare Sicherung. Diese Probe für einen vorhandenen Windows-8-Rechner verwendet ausschließlich eine neu angelegte, unwichtige Textdatei. Sie prüft die Wiederherstellung einer älteren Version, nicht die Wiederherstellung des gesamten PCs. Windows 8 ist nicht mehr unterstützt; die Probe ersetzt keinen Wechsel auf ein unterstütztes System.

1. Quelle und Sicherungsziel prüfen

Öffnen Sie in der Systemsteuerung den Dateiversionsverlauf. Notieren Sie das ausgewählte externe Laufwerk oder freigegebene Netzwerkziel, den letzten erfolgreichen Lauf und etwaige Fehler. Verbinden Sie das richtige Sicherungsmedium. Formatieren Sie kein Laufwerk und ersetzen Sie keine bestehende Sicherungskonfiguration nur für diesen Test. Bei einem verwalteten Rechner gilt der freigegebene Sicherungsablauf.

Unter Windows 8 werden insbesondere lokale Bibliotheksdateien, Desktop, Kontakte und Favoriten erfasst. Nicht jeder beliebige Ordner gehört automatisch dazu; ausgeschlossene Ordner fehlen. Eine in eine Bibliothek eingebundene Netzwerkquelle ist nicht mit einem unterstützten Netzwerkziel für Sicherungen gleichzusetzen. Wählen Sie für die Probe einen lokalen, nicht ausgeschlossenen Dokumentordner in einer geschützten Bibliothek. Prüfen Sie seinen tatsächlichen Pfad.

2. Zwei erkennbare Stände erzeugen

  1. Erstellen Sie eine neue Textdatei mit eindeutigem Namen, etwa FH-Probe-2026.txt. Schreiben Sie „Stand A“ und Datum hinein, speichern und schließen Sie sie.
  2. Lassen Sie einen Sicherungslauf bei verbundenem Ziel abschließen. Kontrollieren Sie anschließend im Verlauf, ob diese Datei mit Stand A tatsächlich vorhanden ist. Nur Warten oder eine allgemeine Erfolgsmeldung reicht nicht.
  3. Ändern Sie ausschließlich diese Testdatei auf „Stand B“, speichern und schließen Sie sie. Warten Sie auf einen weiteren abgeschlossenen Lauf und prüfen Sie, ob beide Stände im Verlauf unterscheidbar sind.

Bei fehlenden Versionen stoppen Sie die Probe. Kontrollieren Sie Quellpfad, Ausschlüsse, Zielverfügbarkeit, freien Platz und protokollierte Fehler. Verkürzen Sie nicht vorschnell die Aufbewahrung und löschen Sie keine älteren Sicherungen. Ein lokaler Zwischenspeicher bei getrenntem Ziel schützt nicht vor Ausfall des internen Datenträgers.

3. Nur die Testdatei zurückholen

Wählen Sie die Testdatei im Explorer und öffnen Sie ihren Verlauf. Blättern Sie zur Version mit Stand A und prüfen Sie Datum sowie Vorschau. Stellen Sie ausschließlich diese Datei wieder her. Die normale Wiederherstellung schreibt an den ursprünglichen Ort; bei einem Ersetzen-Dialog darf hier nur die absichtlich entbehrliche Testdatei betroffen sein. Bei einem anderen Namen oder Pfad abbrechen. Löschen Sie keine echte Datei, um die Wiederherstellung zu simulieren.

Öffnen Sie danach die Datei am ursprünglichen Speicherort erneut. Enthält sie wirklich Stand A statt Stand B? Notieren Sie Quelle, Sicherungsziel, Versionszeit und Ergebnis. Der erfolgreiche Test gilt nur für diese Datei und diesen Sicherungsstand, nicht automatisch für sämtliche Benutzer und Ordner.

4. Grenzen und Abschluss festhalten

Der Dateiversionsverlauf ist kein Systemabbild: Betriebssystem, installierte Programme und deren vollständige Einstellungen werden dadurch nicht wiederherstellbar. Prüfen Sie wichtige weitere Datenbestände separat und behalten Sie vor einer Migration eine unabhängige, lesbar geprüfte Kopie. Entfernen Sie das externe Medium erst nach abgeschlossenem Lauf sicher. Dokumentieren Sie fehlende oder unlesbare Versionen als offenen Fehler; eine grüne Statusanzeige ist kein Ersatz für eine geöffnete Datei.

Quelle: Microsoft: Protecting user files with File History (2012).

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