PDF-Seiten mit PDFsam Basic dauerhaft drehen und speichern
Die Drehschaltfläche eines PDF-Betrachters kann nur die aktuelle Ansicht ändern. Ob die Korrektur wirklich in der Datei gespeichert ist, zeigt erst das erneute Öffnen der Ausgabe. PDFsam Basic bietet dafür ein kostenloses Modul zum dauerhaften Drehen, ohne die PDF an einen Online-Dienst hochzuladen.
Seiten vorher zuordnen
Bewahre das Original unverändert auf und arbeite mit einer Kopie. Notiere die tatsächlich betroffenen Seitenpositionen vom Dokumentanfang aus. Eine aufgedruckte Seitenzahl kann wegen Deckblatt oder römischer Nummerierung davon abweichen. Beginne mit einer einzelnen Datei statt mit einer großen Stapelverarbeitung.
Drehen und Ausgabe erzeugen
- Öffne in PDFsam Basic das Modul zum Drehen, in der englischen Oberfläche Rotate. Füge die PDF-Kopie per Drag-and-drop hinzu.
- Wähle alle Seiten, nur gerade oder ungerade Seiten oder einen konkreten Seitenbereich. Die Herstellerhilfe nennt beispielsweise
2-13,17: Positionen 2 bis 13 und zusätzlich 17. - Wähle den Drehwinkel: 90, 180 oder 270 Grad. Nutze bei einer auf dem Kopf stehenden Seite 180 Grad; teste die Richtung bei seitlich liegenden Seiten zunächst an einer Kopie.
- Prüfe Zielordner und Namen der Ausgabe vor dem Start. Das Original darf nicht überschrieben werden. Wähle bei Bedarf einen eigenen leeren Ausgabeordner.
- Starte mit Run beziehungsweise Ausführen und warte auf den erfolgreichen Abschluss. Eine Fehlermeldung ist kein bestätigtes Ergebnis.
Gespeicherte Drehung nachweisen
Schließe die bearbeitete Datei und öffne genau die Ausgabe aus dem gewählten Ordner, möglichst in einem zweiten PDF-Betrachter. Prüfe Seitenzahl und Reihenfolge. Die ausgewählten Seiten müssen ohne manuelle Ansichtsdrehung richtig stehen; nicht ausgewählte Seiten müssen ihre vorherige Ausrichtung behalten. Kontrolliere bei gemischten Hoch- und Querformaten jede betroffene Seite.
Prüfe zusätzlich Lesbarkeit und vollständige Seitenränder. Wenn du drucken möchtest, kontrolliere die Druckvorschau: automatische Druckerausrichtung ist eine weitere Einstellung und beweist keine gespeicherte Drehung. Verwechsle auch gleichnamige Original- und Ausgabedateien nicht.
Fehler eingrenzen und Grenzen beachten
Bei falscher Auswahl oder Richtung kehre zur ursprünglichen Arbeitskopie zurück und erzeuge eine neue Ausgabe. So vermeidest du unklare, mehrfach aufeinander angewandte Drehungen. Gerade und ungerade Seiten sind nur sinnvoll, wenn das Muster wirklich durchgehend stimmt.
Drehen korrigiert keine schief eingescannten Textzeilen, ergänzt keine OCR und stellt fehlende Seiten nicht wieder her. Bei geschützten PDFs Berechtigungen klären, statt Schutz zu umgehen. Bei signierten oder interaktiven Dokumenten nicht ungeprüft von erhaltenen Signaturen oder Formularfunktionen ausgehen; das Original behalten und die Ausgabe gesondert validieren.
