Acrobat Reader: digitale PDF-Signaturen prüfen und Warnungen einordnen
Eine sichtbare Unterschrift ist allein kein Nachweis einer zertifikatbasierten digitalen Signatur. Diese Anleitung prüft eine erhaltene PDF in Reader auf dem Desktop, ohne die Datei oder Vertrauenseinstellungen zu verändern.
Schritt für Schritt
- Bewahre die erhaltene Originaldatei auf und öffne sie direkt in Reader. Verwende keine neu gedruckte PDF oder Bildschirmaufnahme als Ersatz für das signierte Original. Notiere bei Rückfragen Dateiname, Reader-Version und den genauen Meldungstext.
- Öffne den Bereich „Signaturen“. Wähle dort unter Optionen die Signaturprüfung. In der neuen Oberfläche gibt es auch Alle Werkzeuge → Ein Zertifikat verwenden → Alle Signaturen prüfen. Bezeichnungen und Positionen können je nach Oberfläche abweichen.
- Lies das Ergebnis für jede Signatur, nicht nur die sichtbare Grafik. Öffne die Signatur-Eigenschaften und das Zertifikat des Unterzeichners. Prüfe, ob Identität und Aussteller zu dem erwarteten Absender passen und welche Aussagen Reader zu Vertrauen und signiertem Inhalt macht.
- Unterscheide beim Zeitpunkt zwischen der Rechneruhr des Unterzeichners und einem verifizierten Zeitstempel. Ein nicht prüfbarer Zeitstempel liefert nicht dieselbe Bestätigung. Übernimm keine Vertrauenseinstellung allein, um eine Warnung verschwinden zu lassen.
- Bei unbekanntem oder ungültigem Ergebnis sichere den Wortlaut und frage Absender oder zuständige IT über einen bekannten Kontaktweg. Fordere bei Bedarf erneut das signierte Original an. Deaktiviere keine Zertifikats- oder Sperrprüfung und vertraue unbekannten Zertifikaten nicht pauschal.
Ergebnis richtig verwenden
„Unbekannt“ beweist nicht automatisch eine Fälschung, bestätigt aber auch keine gültige Signatur. Ein erfolgreicher technischer Prüfschritt ersetzt weder die Prüfung des Dokumentinhalts noch die Frage, ob der Unterzeichner für den Vorgang zuständig ist. Bei mehreren Signaturen alle Ergebnisse ansehen; unklare Befunde nicht als erfolgreich verbuchen.
